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Bayer schafft eine neue Geschäftseinheit und will mit digitalen Lösungen für mehr Gesundheit bei den Nutzern sorgen

Bei Bayer arbeiten die Verantwortlichen unermüdlich daran, neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Zu diesem Zweck wurde im Segment Consumer Health nun eine neue Geschäftseinheit ins Leben gerufen, wie „transkript“ berichtet. Jene soll sich um sogenannte Precision-Health-Produkte kümmern, die bei der täglichen Gesundheit weiterhelfen.

Allzu sehr ins Detail ging Bayer BAYN bei der Vorstellung nicht. Geplant ist lediglich, dass die neue Subdivision neue Produkte für alle Bereiche der täglichen Gesundheit entwickelt. Digitale Lösungen werden dabei besonders hervorgehoben. Mit solchen sollen Nutzer künftig besser in der Lage sein, die eigene Gesundheit zu überwachen und so auch Einfluss auf selbige zu nehmen.

Bayer sieht bei den Verbrauchern einen Bedarf nach einer besseren Prävention und Vorhersage von Krankheiten und scheint mit dem neuen Ansatz eine Lücke füllen zu wollen. Abzuwarten bleibt, wie genau das vonstattengehen sollen. Die etwas blumig formulierte Ankündigung kann alles und nichts bedeuten. Von revolutionären Ansätzen bis hin zur nächsten schnöden Gesundheitsapp ist da alles vorstellbar.

Die Fantasie der Aktionäre scheint momentan aber etwas eingeschränkt zu sein. Im Handel am Mittwoch hatte kaum jemand ein offenes Ohr für die Pläne von Bayer. Stattdessen wurden Rezessionssorgen neu angefacht, was bei DAX und Co zu teils heftigen Korrekturen sorgte. Die Bayer-Aktie konnte sich dem nicht entziehen und wertete um 2,4 Prozent auf 52,14 Euro ab.

Bayer kann nicht punkten

Horrormeldungen sind bei Bayer zuletzt erfreulicherweise seltener geworden. Dennoch blickt das Unternehmen auf eine schwache Performance an den Märkten. Im Mai ging es mit den Kursen um über acht Prozent abwärts und schon zuvor hatte die Aktie einen schweren Stand. Dass nun wieder Konjunktursorgen die Anleger umtreiben, kommt da zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Allzu viel Abstand hat die Bayer-Aktie jetzt nicht mehr zum 52-Wochen-Tief bei 46,70 Euro. Der jüngste Kursrutsch ist da in jedem Fall als ein (kleines) Warnsignal zu verstehen.

01.06.2023 - Andreas Göttling-Daxenbichler